Im Flugzeug fing es an: Junge Frau hält tödlichen Hirntumor für harmlose Druckprobleme

Abi Smith dachte, der Kabinendruck während ihres Fluges nach Amerika sei schuld an ihrer plötzlichen Sehstörung. Doch hinter den vermeintlich harmlosen Doppelbildern lauerte ein aggressives Gliom, ein hochgradiger Hirntumor, der ihr Leben innerhalb weniger Tage komplett auf den Kopf stellte.

Die damals 24-Jährige aus Birmingham befand sich auf dem Weg zu einer Familienhochzeit in den USA, als die ersten Symptome auftraten. Neben der visuellen Desorientierung bemerkte sie eine zunehmende Schwäche im rechten Arm und Bein. Ein CT-Scan in einem US-Krankenhaus blieb zunächst ohne Befund – ein fataler Irrtum, wie sich später herausstellte.

Die dramatische Rückkehr und die Schock-Diagnose

Nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien verschlechterte sich Abis Zustand rapide. Ihr rechtes Auge hatte sich nach innen gedreht, und die Mobilität ihrer rechten Körperhälfte war fast vollständig erloschen. Im Queen Elizabeth Hospital in Birmingham brachte erst ein umfassendes MRT (Magnetresonanztomographie) die grausame Gewissheit.

Die Ärzte identifizierten ein hochgradiges Gliom an der Basis des Gehirns, das bereits bis in das Rückenmark reichte. Tacheles: Die Lage war extrem kritisch. Während der spinale Teil des Tumors operativ entfernt werden konnte, stuften die Chirurgen den zerebralen Teil aufgrund der anatomischen Lage als inoperabel ein.

Der harte Weg durch die Therapie

Was folgte, war ein medizinischer Marathon, der Abi Smith alles abverlangte. Einfach ausgedrückt: Sie kämpfte um jeden Millimeter Normalität.

  • Sechs Wochen intensive Strahlentherapie.
  • Sechs Monate aggressive Chemotherapie.
  • Vollständiger Haarverlust und zeitweise Unfähigkeit, feste Nahrung zu schlucken.
  • Verzicht auf den Beruf als PR-Expertin und den Führerschein aufgrund von extremer Fatigue.

Ehrlich gesagt, die Prognose für solche Tumore ist oft düster. Doch in Abis Fall geschah das Gehoffte: Der Tumor schrumpfte und stabilisierte sich. Dieser kleine Sieg gab ihr die Kraft, eine neue Mission zu finden.

Von der Patientin zur Aktivistin: The Cancer Card

Heute nutzt Abi Smith ihre Geschichte, um auf die mangelnde Finanzierung der Hirntumorforschung aufmerksam zu machen. Wussten Sie, dass in Großbritannien nur mickrige 1 % der nationalen Krebsforschungsgelder in die Untersuchung von Hirntumoren fließen? Und das, obwohl sie die häufigste Krebstodesursache bei Menschen unter 40 Jahren sind. Boom. Eine erschreckende Statistik.

Mit ihrem Unternehmen „The Cancer Card“ vertreibt sie Mutmach-Karten für Krebspatienten und spendet die Erlöse an Organisationen wie Brain Tumour Research. Sie hat den Fokus von ihrer eigenen Krankheit auf die Unterstützung anderer verschoben.

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