Ein Glas Nutella ist um den Mond geflogen. Wie ist das möglich?

Im Internet wurde dies als die beste kostenlose Werbung aller Zeiten bezeichnet

Ein Glas Nutella-Nusscreme treibt in der Kabine des Raumschiffs „Orion“ der Mondmission „Artemis 2“

Im Internet ging ein Bild aus dem Raumschiff „Orion“ der Mondmission „Artemis 2“ viral, auf dem ein einzelnes Glas Nutella-Nusscreme in der Kabine schwebt, berichtet das Portal Futurism.

Das Bild des in der Schwerelosigkeit schwebenden Nutella-Glases entstand in dem Moment, als die Besatzung den weitesten Flug der Menschheit von der Erde aus absolvierte. Um 14:00 Uhr Eastern Time erreichten die Astronauten einen Punkt in einer Entfernung von 252.752 Meilen (406.765 km) von der Erde. Genau in diesem Moment umrundete das Raumschiff „Orion“ den Mond und brach damit den Rekord der „Apollo-13“-Mission aus dem Jahr 1970.

Nutella hat gerade einen Weltrekord aufgestellt, indem es so weit von der Erde wegflog wie noch niemand zuvor.“

„Die Wahrscheinlichkeit, dass ein zufälliger Nutella-Becher 402.000 km von der Erde entfernt im Bild auftaucht, ist extrem gering, aber niemals gleich Null“, schrieben Nutzer des sozialen Netzwerks X (ehemals Twitter, in Russland gesperrt).

Einige Nutzer bezeichneten das Auftauchen von Nutella als „Produktplatzierung“. Die NASA widerlegte diese Gerüchte jedoch: Die Pressesprecherin der Behörde, Bethany Stephens, erklärte gegenüber Futurism, dass die Weltraumbehörde nicht mit Lebensmittelmarken zusammenarbeite und das Auftauchen des Glases mit Nusscreme lediglich ein Zufall sei. Im Internet wurde das Auftauchen des Nutella-Glases als die beste kostenlose Werbung aller Zeiten bezeichnet.

Zu den Leckereien an Bord gehörten für die Astronauten nicht nur die Nuss-Schokoladen-Creme. Sie aßen Makkaroni mit Käse, Rinderbrust, gebackenen Brokkoli und Rührei. Die Astronauten nahmen außerdem viel scharfe Soße und Kaffee mit an Bord. Das Essen wird in speziellen Beuteln zubereitet, damit es in der Schwerelosigkeit bequem verzehrt werden kann. Die Nusscreme selbst aßen die Astronauten jedoch nicht mit Löffeln, sondern mit Tortillas – sie hatten 58 mexikanische Fladenbrote an Bord.

„Unserer Meinung nach sollte das ausreichen, um eine dicke Schicht der köstlichen Nusscreme aufzutragen und einen hohen Blutzuckerspiegel sowie – was vielleicht noch wichtiger ist – gute Laune aufrechtzuerhalten“, bemerkt die Zeitschrift Futurism humorvoll.

iPhone an Bord des Raumschiffs „Orion“

Neben der Nutella-Nusscreme nahm die Besatzung ein iPhone 17 Pro Max an Bord des Raumschiffs „Orion“ mit, mit dem mehrere Aufnahmen der Weltraummission „Artemis II“ gemacht wurden. Der Besatzung wurde erstmals erlaubt, persönliche Geräte mitzunehmen, damit die Astronauten Details der Expedition festhalten konnten.

Die Aufnahmen mit den Smartphones sind nicht weniger beeindruckend als Fotos, die mit komplexerer und teurerer Technik gemacht wurden. Darauf sind der Expeditionsleiter Gregory Reed Wiseman und die Ingenieurin Christina Cook zu sehen, die durch das Bullauge der „Orion“ auf die Erde blicken.

Dass Astronauten zum ersten Mal in der Geschichte die neuesten Smartphones mit an Bord nehmen dürfen, gab der neue NASA-Direktor Jared Isaacman im Februar 2026 bekannt. Zuvor war es den Teilnehmern von Weltraummissionen strengstens untersagt, persönliche mobile Geräte an Bord mitzunehmen, obwohl die Nutzung einiger offiziell zugelassener digitaler Spiegelreflexkameras und anderer, oft recht veralteter Technik erlaubt war. Dies war auf den sehr langwierigen Zulassungsprozess für Bordausrüstung zurückzuführen, der unter anderem Tests auf Strahlung, Vakuumfestigkeit, die Überprüfung der Sicherheit von Akkus und weitere Prüfungen umfasste.

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