¿Es mejor poner papel sobre el asiento de un wc público o usarlo en cuclillas? La BBC tiene la respuesta

Fast jede Frau kennt die Situation: Du betrittst ein öffentliches WC im Bahnhof, im Einkaufszentrum oder in einer Bar in Berlin-Mitte – und dein erster Reflex ist nicht „Wo ist die Spülung?“, sondern „Wie vermeide ich den Kontakt mit diesem Sitz?“. Also wird der Sitz mit Papier ausgelegt oder man geht in die Hocke. Beides wirkt sicher. Beides ist nur bedingt sinnvoll – und kann sogar schaden.

Was auf dem WC-Sitz wirklich lauert – und was nicht

Die wichtigste Überraschung zuerst: Die meisten Krankheiten, vor denen wir uns auf der Toilettenbrille fürchten, werden auf ganz anderen Wegen übertragen. Laut internationalen Gesundheitsbehörden und dem Robert Koch-Institut sind sexuell übertragbare Infektionen, HIV oder Hepatitis über den bloßen Kontakt mit einem WC-Sitz extrem unwahrscheinlich.

Trotzdem bleiben Keime ein Thema. Einige Viren, etwa bestimmte Typen des Humanen Papillomvirus (HPV), können auf Oberflächen mehrere Tage überleben. Aber: Sie brauchen in der Regel eine verletzte Hautstelle, um überhaupt in den Körper zu gelangen. Intakte Haut ist ein ziemlich guter Schutzschild.

Der vermeintlich clevere Trick, den Sitz mit mehreren Lagen Klopapier zu „isolieren“, ist dabei weniger hilfreich, als viele denken. Toilettenpapier ist porös, nimmt Feuchtigkeit auf und kann damit eher zum Zwischenlager für Keime werden als zu einer echten Barriere. In stark frequentierten WCs – etwa an Autobahnraststätten oder in großen Bahnhöfen wie München Hbf – ist das ein unterschätzter Punkt.

Der eigentliche Knackpunkt sitzt aber nicht unter dir, sondern an deinen Händen. Türklinken, Spülknöpfe, Wasserhähne: Hier sammeln sich deutlich mehr Erreger, die anschließend beim Griff ins Gesicht in Mund, Nase oder Augen gelangen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist seit Jahren darauf hin, dass gründliches Händewaschen einer der wichtigsten Bausteine im Alltagsschutz vor Infektionen ist (siehe z. B. Hinweise des RKI: https://www.rki.de).

Die Hocke über der Schüssel – ein Risiko, das viele unterschätzen

Die zweite verbreitete Strategie: gar nicht erst hinsetzen. Viele Frauen hocken über der Schüssel, vor allem, wenn die Toilette sichtbar verschmutzt ist. Kurzfristig wirkt das wie die sicherste Lösung. Für den Beckenboden ist es das nicht.

In der Hocke verspannen viele unbewusst Bauch- und Beckenbodenmuskeln. Das erschwert das Wasserlassen, die Blase wird oft nicht vollständig entleert. Wer das mehrmals täglich macht – etwa im Büro in Frankfurt, im Fitnessstudio oder auf Reisen – erhöht auf Dauer das Risiko für:

  • Blasenprobleme durch unvollständige Entleerung
  • Druck auf den Beckenboden, was langfristig zu Schwäche und Senkungsbeschwerden beitragen kann
  • ein „falsches Muster“ beim Wasserlassen, das sich schwer wieder abgewöhnen lässt

Viele merken erst Jahre später, dass ihre Beckenbodenbeschwerden auch mit solchen Gewohnheiten zu tun haben. Ein klassischer Fall von „Das mache ich doch auch so“ – und genau darin liegt die Gefahr.

Was du stattdessen wirklich tun solltest

Entscheidend ist weniger, ob du dich kurz hinsetzt oder nicht – sondern, wie du mit der Umgebung umgehst. In den meisten halbwegs sauberen Toiletten in Deutschland ist das kurze Sitzen auf dem WC-Sitz medizinisch weit weniger problematisch, als wir es uns ausmalen.

Sinnvoll ist es, den Sitz mit etwas Toilettenpapier kurz abzuwischen, falls er sichtbar feucht oder verschmutzt ist, oder im Zweifel eine andere Kabine zu wählen. In vielen modernen Anlagen – etwa an Flughäfen wie Hamburg oder in neueren Bürogebäuden – gibt es zudem Desinfektionstücher oder spezielle WC-Sitz-Reiniger, die deutlich wirksamer sind als eine Papierburg.

Der entscheidende Schritt kommt aber ganz am Ende: mindestens 20 Sekunden Hände waschen, mit Seife, inklusive Fingerzwischenräumen und Daumen, und die Hände danach gründlich trocknen. Wer anschließend nicht mehr mit den Händen ins Gesicht fasst, senkt sein Infektionsrisiko im Alltag deutlich – egal, ob im Restaurant in Köln oder in der Uni in Freiburg.

Die unangenehme Wahrheit: Das mulmige Gefühl auf dem WC-Sitz lenkt uns oft von den echten Risiken ab. Der Sitz wirkt gefährlicher, als er ist. Die Türklinke neben dir ist es häufig mehr. Wer das einmal verstanden hat, trifft im Alltag ruhigere – und gesündere – Entscheidungen, selbst im ekligsten Bahnhofsklo.

Nach oben scrollen