Solarenergie hat sich als eine der wichtigsten und nützlichsten erneuerbaren Energiequellen etabliert, die wir haben, vor allem in Ländern wie Spanien, wo sonnige Tage meist überwiegen.
Es mag den Anschein haben, als habe diese Technologie bereits ihren höchsten Entwicklungsstand erreicht, doch die Bemühungen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und zu 100 % auf erneuerbare Energien umzusteigen, veranlassen Länder und Unternehmen dazu, neue Wege zur Nutzung dieser Quellen zu beschreiten.
Vor mehr als einem Jahrzehnt stellte ein japanisches Unternehmen einen Plan zum Bau eines riesigen Gürtels aus Solarmodulen um den Mondäquator vor. Das Projekt mit dem Namen „Luna Ring“ würde sich über 10.900 Kilometer erstrecken und ununterbrochen Solarenergie erzeugen, ohne die Probleme, die mit Wetterbedingungen oder Dunkelheit verbunden sind und die Solarparkanlagen auf der Erde beeinträchtigen.
Das Unternehmen Shimizu Corporation versichert, dass die Solarpaneele, die wir derzeit auf der Erde haben, nur 20 % der Energie erzeugen, die sie im Weltraum erzeugen würden. Dies liegt daran, dass es am Äquator des Mondes keine Atmosphäre gibt, die das Sonnenlicht blockiert, keine Wolken und keine Nacht, was bedeutet, dass das System rund um die Uhr ununterbrochen funktionieren könnte.
Tetsuji Yoshida, Präsident der Weltraumberatungsgruppe von Shimizu, CSP Japan, versichert, dass, wenn die gesamte Energie dieses Solarpanel-Gürtels auf dem Mond vollständig zur Erde gesendet würde, die Notwendigkeit, erneut Kohle, Öl oder Biomasse zu verbrennen, entfallen würde.
Die gewonnene Energie würde über Kabel, die an diese Solarpaneele angeschlossen sind und bis zur der Erde immer zugewandten Seite des Mondes reichen, übertragen werden. Mithilfe von Mikrowellen und Lasern würde diese elektrische Energie dann an Empfänger auf unserem Planeten gesendet werden.
Sollte das Projekt „Luna Ring“ umgesetzt werden, könnte dies möglicherweise das Problem der Nutzung fossiler Brennstoffe lösen. Diese Idee wurde jedoch bereits 2011 ins Leben gerufen und hat nach wie vor dasselbe Problem: den Mangel an Finanzierung.
Das Unternehmen hat keinerlei Finanzierung erhalten, verfügt über keine offizielle Unterstützung von Weltraumagenturen wie der JAXA oder der NASA und hatte nie einen festgelegten Entwicklungszeitplan. Doch bei der Shimizu Corporation bleibt man optimistisch und glaubt, dass mit der stetigen Weiterentwicklung der Technologie und der Zunahme der Weltraumflüge diese futuristische Idee eines Tages Realität werden könnte.



