Die NASA Artemis Watch 2.0 verwandelt den mächtigen ESP32-S3 Mikrocontroller in ein tragbares Labor für Code-Entdecker. Statt nur die Zeit anzuzeigen, dient dieses Gerät als Open-Source-Spielwiese für alle, die Hardware nicht nur nutzen, sondern verstehen wollen.
Ganz ehrlich, die meisten Wearables sind heute geschlossene Systeme, bei denen man kaum die Schriftart ändern kann. Die Artemis Watch 2.0 ist das komplette Gegenteil. Sie basiert auf dem ESP32-S3-MINI-1-N4R2 und bietet volle Konnektivität über WiFi und Bluetooth 5.0. Das Beste daran? Während die erste Version noch mühsam selbst gelötet werden musste, kommt die Watch 2.0 fertig montiert bei dir an.
Die inneren Werte: Hardware für Macher
Unter dem NASA-gebrandeten Gehäuse steckt erstaunlich viel Power für ein Lern-Gadget. Hier sind die harten Fakten:
- Prozessor: ESP32-S3 Xtensa LX7 Dual-Core
- Speicher: 2 MB PSRAM und 4 MB QSPI Flash
- Display: Integriertes 1,44-Zoll-Display
- Sensorik: 6-Achsen-Beschleunigungssensor und Gyroskop (LSM6DS3TR)
- Extras: RTC (Echtzeituhr) mit Pufferbatterie, Buzzer und ein haptischer Hebelknopf
- Energie: 600 mAh LiPo-Akku (reicht für etwa 2 bis 3 Stunden intensives Basteln)
Programmierung ohne Barrieren
Die Uhr ist mehr als nur ein Accessoire; sie ist ein Bildungswerkzeug. Über die visuelle Entwicklungsumgebung CircuitBlocks können Einsteiger eigene Watchfaces oder kleine Spiele per Drag-and-Drop erstellen. Profis greifen natürlich direkt auf den Quellcode zu.
Die Verbindung zum Smartphone klappt über die Bangle.js Gadgetbridge App für Android. Damit landen Benachrichtigungen und Fitnessdaten direkt auf deinem Handgelenk. Hand aufs Herz: Das System ist zwar etwas eigenwillig, aber genau dieser rohe Charme macht den Reiz für Bastler aus. Man merkt sofort, wenn ein Sensor Daten liefert – das ist haptische Technik zum Anfassen.
1. App installieren und via Bluetooth koppeln.
2. Eigene Apps über das Web-Interface von CircuitMess aufspielen.
3. Den haptischen Hebelknopf nutzen, um durch das Menü zu navigieren.
Einfach ausgedrückt: Wer Lust auf NASA-Vibes hat und gleichzeitig verstehen will, wie moderne IoT-Hardware funktioniert, findet für rund 169 Euro kaum ein spannenderes Paket. Es ist kein Ersatz für eine Apple Watch, sondern ein Statement für digitale Souveränität.



